Die Wiederkehr des atlantischen Lachses

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Atlantischer Lachs

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Wo sollen die zur Wiedereinbürgerung ausgesetzten und zurückkehrenden Lachse nach dem Willen der Lachsprogramme laichen?

 


Nach dem Willen der Lachsprogramme in den Mittelgebirgszuflüssen, die aber auch in Urzeiten nur und allenfalls im Unterlauf, also im Bereich der Rheinebene, geeignete Laichhabitate boten.

Bild 4 - In der Murgmündung, dort wo die Murg in den Rhein fließt?

Das Bild zeigt, dass die Murg im Mündungsbereich auf der ganzen Bettbreite mit Schwemmsand aus dem Schwarzwald aufgefüllt ist. In diesem schlickigen Sand kann kein Lachs laichen.
Hat der Lachs vielleicht mehr Erfolg wenn er murgaufwärts in Richtung Schwarzwald schwimmt?

Bild 5 - Murg unterhalb von Gaggenau am Oberndorfer Wehr. Schön wurde der Wehrabsturz in eine lachstaugliche raue Rampe umgebaut.

Aber kann der Lachs jetzt auf dem Weg in den Schwarzwald laichen?

Bild 6 - So sieht der Flussuntergrund noch im Bereich der schnell strömenden rauen Rampe aus


Kippt man die Steine hoch stellt man fest, dass diese mit Schlamm und Grünalgen bedeckt sind.
Neben den Steinen ist der Flussuntergrund angefüllt mit Schwemmsand. Ist es vielleicht an anderer Stelle besser?

Bild 7 - Auch an den anderen Stellen des Rieselbereiches in der Murg sieht es genauso düster aus

Unter den Steinen im Schlamm leben Rollegel. Das häufige Vorkommen des Rollegels zeigt eine hohe Gewässerbelastung an .Auch in diesem Bereich kann ein Lachs niemals erfolgreich laichen. Der Laich wird im Schlamm ersticken oder von Parasiten vernichtet werden.

Die mit viel Geld errichtete Lachsrampe wird also keinem Lachs zum Ablaichen verhelfen können. Wie sieht es andernorts aus?

Gehen wir an den Fluss Lauter, der die Grenze zwischen Elsass und der Pfalz bildet. Auch die Lauter wurde als Lachsfluss im Rahmen von Lachs 2000 auserkoren.

Bild 8 - Beschreibung der Lauter, des Pegels und des Einzugsgebietes am Pegel Bobenthal 

Der Untergrund des "Lachsflusses" Lauter besteht leicht erkennbar nur aus Schwemmsand (Rotsandstein) und Schlamm. Wenige Kilometer oberhalb liegt die nächste Kläranlage.

Bild 9 - Beim Einsteigen in den Fluss mit Gummistiefeln wird sofort eine Schlammwolke aufgewirbelt. Sie ist auf dem Bild erkennbar.


Auch hier kann ein Lachs niemals erfolgreich ablaichen.

Könnte der Lachs vielleicht in der Rench, die im Rahmen des Lachsprogrammes ebenfalls als potentielles Aufstiegsgewässer genannt wird, erfolgreich ablaichen?

Bild 10 - Rench oberhalb Oppenau, optisch ein schönes Schwarzwaldflüsschen

Bild 11 - Ein gutes Forellengewässer ist die Rench dank regelmäßigem Besatz


Schnell hat der auf dem Bild erkennbare Angler eine schöne Forelle gefangen.

Es gibt auch Substrat.
Dennoch kann auch hier ein Lachs nicht laichen da das grobe Substrat
von Algen und Schlamm umhüllt ist. Daneben ist der Bachgrund mit feinem Schwemmsand verfüllt.

Auch hier kann der Lachs nicht erfolgreich ablaichen. Dies schafft noch nicht einmal die heimische Bachforelle, deren Bestand - wie in den meisten Flüssen - nur durch regelmäßigen Besatz erhalten werden kann.

Hat der Lachs vielleicht in der ebenfalls aus dem Schwarzwald kommenden Alb Chancen, erfolgreich abzulaichen?

Bild 12 - Die Alb
Mit viel Geld und Aufwand wurde das Wassertriebwerk der aus dem Mittelalter
stammenden Rüppurrer Mühle aufgelassen und mit einem lachstauglichen Aufstieg versehen

Bild 13 - Einige Hundert Meter oberhalb des lachstauglichen Fischaufstieges hat der Anglerverein eine schöne Tafel zum Lachs aufgestellt


Der unbeteiligte Spaziergänger glaubt, die Wiederkehr des Lachses sei bereits Realität.
Wie sieht aber das Schwarzwaldflüsschen Alb oberhalb des Lachsaufstieges aus?

Bild 14 - Zeigt einen ausgeräumten, beiderseits durch Mauern befestigten Flusslauf, auf dessen Boden neben dem Herbstlaub nur Schwemmsand und einige algenbewachsene Steine erkennbar sind

Bild 15 - Die Schaufel bringt es an den Tag. Der Untergrund besteht vorwiegend aus Schwemmsand und abgesetztem Schlamm. Auch im Bereich des abgesetzten Schotters ist nichts als Algen und Schlamm zu finden.


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