Wasserkraft Potentiale Pressemeinungen

Pressemeinungen und Fallbeispiele

"Zu einem vernünftigen Energiemix gehören alle regenerativen Energien. Allerdings haben wir bei der Wasserkraft die Grenzen des Ausbaus erreicht."
Jürgen Trittin, Bundesumweltminister, Schwäbische Zeitung, 21. Mai 2001

"Die umweltfreundliche und kostengünstige Wasserkraft nützen wir schon seit langem - soweit es unsere Flüsse erlauben. Vier Prozent unseres Stroms entstehen in Laufwasserkraftwerken. Und bei Sonne und Wind sind Forschung und Entwicklung ein gutes Stück vorangekommen."
"Die deutschen Stromversorger", Inserat "Schwäbische Zeitung", 6. Mai 1986

"Und in Süddeutschland ist auch die Wasserkraft eine relevante Größe, die wieder verstärkt genutzt werden kann.
Sie ist ja stark zurückgegangen, weil die großen Energieversorger geradezu ein Interesse hatten, die dezentrale Energieversorgung kaputtzumachen."
Ernst Ulrich von Weizsäcker, Gründungspräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie in der "Sonntag aktuell" vom 14. Juni 1998

Strom aus Wasserkraft - Steigerungspotentiale Baden Württemberg
Liste Dipl. Ing., Elmar Reitter vom 26. Juli 2003, Verdoppelung in Baden-Württemberg

Lüttke-Liste für Deutschland
Seminar Wasserkraft

Böblingen Februar 2003
Derzeitige Jahresarbeit von rund 25 Milliarden Kilowattstunden aus Wasserkraft lässt sich in Deutschland um mindestens 15 Milliarden Kilowattstunden steigern.
Also in etwa um den Privatstrombedarf der baden-württembergischen Bevölkerung.

Stromertrag von zwei bis drei Atomkraftwerken (8 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr)

Fallbeispiele:

a) Oberstdorf
Anteil Strom aus Wasserkraft aus Oberstdorf an der in Oberstdorf verkauften Elektrizität (Jahresverbrauch)
um 1990: 7 %

Anteil Strom aus Wasserkraft aus Oberstdorf an der in Oberstdorf verkauften Elektrizität (Jahresverbrauch)
2003: 35 %

Also in 10 Jahren: 7-fache Steigerung

Ziel in Oberstdorf:
2005: Wasserkraftanteil 50 %
(Nordische Ski-Weltmeisterschaft)

b) Stadtwerke Ulm
Geplanter Ausbau von zwei Wasserkraftanlagen (seit 10-15 Jahren Planung) Donau (bei Ehingen-Berg) und Iller (bei Bellenberg)

Erwartete Jahresarbeit:
18 Millionen Kilowattstunden Jahresarbeit

Warum bisher nicht ausgebaut?
Blockade durch Landesbehörden Bayerns und Baden-Württembergs)
(Aussage Stadtwerke Ulm)

Herleitung aus der Geschichte:

"Zu Beginn des 20. Jahrhunderts klapperten in Deutschland etwa 100 000 Wassermühlen.
Wir können in allen deutschen Mittelgebirgsgegenden den Anteil am Strom durch Wasserkraft gegenüber heute etwa verdoppeln: in Bayern und Baden-Württemberg, in Sachsen und Thüringen, in Hessen und in Rheinland-Pfalz.
Dr. Franz Alt, Das ökologische Wirtschaftswunder, Berlin, 1997, Seite 79

Fallbeispiel Echaz

(Stadtfluss durch Reutlingen)
Länge: 23 Kilometer
1909: 73 Wassertriebwerke
1995: 15 Wassertriebwerke

Vorschlag Regionalverband Neckar-Alb 1995
(später weitgehend übernommen durch "Positivkartierung" Umweltministerium Stuttgart und Regierungspräsidium Tübingen):
15 weitere Wassertriebwerke, also Verdoppelung der Zahl der Wasserkraftanlagen

Studie Universität Stuttgart 1987:

940 neue Wasserkraft-Rechte im Land schaffen
Eine Studie der Universität Stuttgart rät der Landesregierung 1987, 940 neue Wasserkraft-Nutzungs-Rechte im Land zu schaffen.

Dabei sinnvoll: "Die Gewichte in Richtung kleinerer Wasserkraftwerke (zu) verschieben."

Ergebnis: 169 Anlagen "genehmigt"
Ulrich Müller, Umweltminister Baden-Württemberg, Schwäbische Zeitung, 14. November 2003

Wie viele davon sind lediglich Verlängerungen alter Rechte?

Manfred Lüttke, Präsident der "Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg e.V." teilt am 5. März 2004 mit, eine "überschlägige Ermittlung" habe ergeben, dass von den 169 genehmigten Anlagen in Baden-Württemberg (siehe oben) nur 30 wirklich neue Kraftwerksstandorte seien. Beim Der Rest, also 80%, handle es sich dagegen um sanierte oder erweiterte Anlagen.
Julian Aicher, Journalist, Rotis 5, 88299 Leutkirch

 

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