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Ökologisch orientierte Wasserkraft

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Ökologisch orientierte Wasserkraft - wertvolle Teile unserer Kulturlandschaft

  Die Zahlen in Klammern verweisen auf ein Schaubild (379 kB), das Sie sich parallel in einem eigenen Fenster ansehen können: Bild öffnen

In der Kulturlandschaft hat der Mensch seit vielen Jahrhunderten zur Vermeidung von Hochwässern versucht, den Flüssen ihren eigenen Raum zuzuweisen. Siedlungen entstanden entlang der Flüsse, da der Mensch sich den Energieadern der Natur anschließen mußte. Mit dieser unumkehrbaren Entwicklung tieften sich die Flüsse mehr und mehr ein. In der Folge daraus sank das Grundwasser ab, Unterspülungen und Gefahren für die Uferdämme entstanden. Eine Stabilisierung der Gewässersohle war daher angezeigt. Mit Querbarrieren zum Fluß konnte die Eintiefung der Gewässersohle gestoppt und der Grundwasserstand wieder gehoben werden. Die mit diesen flußbaulich notwendigen Maßnahmen einhergehende Wassergefällsunterschiede können in idealer Weise zur Stromerzeugung genutzt werden.

Der Großteil der rd. 7.200 Wasserkraftwerke in Deutschland sind Ausleitungskraftwerke(1). Bei ihnen wird das Flußwasser in einem Nebenarm (2) (z. B.Mühlbach) des Hauptgewässers zu den Turbinen geleitet und später dem Unterlauf (3) wieder zugeführt. Moderne, ökologisch ausgerichtete Wasserkraftwerke beachten beispielsweise durch eine naturnahe Gestaltung der Uferbereiche (6) und durch Fischpässe (7) dort wo es möglich ist die Belange der Natur.

Die Mühlbäche bilden, ähnlich wie die weitverzweigten Nebenarme in der Urflußlandschaft, eine wertvolle Bereicherung der Flußsysteme. Im Mutterbett soll eine für die dortige Flora und Fauna ausreichende Wassermenge (4) verbleiben (z. B. 1/7 MNQ), die durch seitliche Zuflüsse (5) ergänzt wird. In Flußkraftwerken (8) wird das Wasser auf eine kurze Strecke über die Turbinen geleitet und unmittelbar danach dem Fluß wieder zugeführt (9). Die Durchgängigkeit des Flusses wird, wenn es möglich ist, mit Umgehungsgewässern (10) sinnvoll aufrecht erhalten.

Die flußaufwärts gelegenen Bereiche (11) geringerer Fließgeschwindigkeit heben den Grundwasserstand und

ermöglichen vielfach eine wertvolle Revitalisierung der Auenlandschaft (12).

Das Geschiebe wird durch Kiesschleusen (13) in den Unterlauf vertriftet (14). Die im Bild dargestellten ökologisch orientierten Wasserkraftnutzungen zeigen auf, wie negative Entwicklungen der Vergangenheit (lineare Betonbauweisen etc.) verbessert werden können. Wasserkraft intelligent und ökologisch einfühlsam genutzt, stellt daher ein Geschenk der Natur dar, auf das der Mensch nicht verzichten soll.

 

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