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Wasserkraft Jahrmilliarden nutzbar

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Wasserkraft, noch Jahrmilliarden nutzbar

 

Die Bevölkerung der Erde nimmt Jahr für Jahr um zweistellige Millionensummen zu. Experten schätzen, daß sie sich bereits im Jahr 2050 auf über 10 Milliarden verdoppelt haben wird. Ebenso nehmen die anthropogenen Naturkatastrophen zu. Ferner werden in immer größerem Maße wertvolle Rohstoffe rücksichtslos zur Befriedigung der Energiebedürfnisse der Menschen unwiederbringlich vernichtet. Öl, Gas und Uran werden deshalb nur noch wenige Jahrzehnte zur Verfügung stehen und die Kohle in einigen Jahrhunderten verbraucht sein.

Diese Entwicklungen machen es notwendig, einen ressourcen- und umweltfreundlichen Energiemix zu finden. Die erneuerbaren Energien stellen im zukunftsorientierten Energiemix einen wichtigen Stellenwert dar. Nur sie stehen für weitere Jahrmilliarden den Menschen zur Nutzung zur Verfügung.

Die Wasserkraft ist als bedeutendste erneuerbare Energie im Energiemix ein Juwel, denn sie ist umweltfreundlich, da ressourcenschonend und emissionsfrei, sicher verfügbar und preiswert. In Verbindung mit dem Bau von ökologisch orientierten Wasserkraftwerken werden sogar erhebliche Verbesserungen für die Umwelt erreicht, wie im folgenden dargelegt wird.

Nur beispielhaft sei genannt:

Bei der Energieerzeugung aus Wasserkraft werden keine umweltbelastenden Schadstoffe oder abgebrannten Kernstäbe erzeugt. Die unwiederbringliche Vergeudung von Rohstoffen wird vermieden. Wasserkraft ist damit uneingeschränkt umweltfreundlich. Wasserkraftanlagen arbeiten weitgehend lärmfrei und es können in der Nähe dazu z. B. Wohnhäuser errichtet werden. Die Wasserkraft hat wegen der ausgewogenen Abflußdauerlinien eine hohe Verfügbarkeit. Sie ist im Vergleich mit anderen Energieträgern preiswürdig, unter Berücksichtigung voller Kosten und externer Effekte, wie der Vermeidung von Gesundheits-, Gebäude- und Umweltschäden. Die Mühlbäche von Ausleitungskraftwerken bilden besonders bei Hochwasser und Wasserarmut Rückzugsbereiche für Fische und andere Wassertiere. Die Energie der Hochwässer wird in den mit den Stauanlagen der Wasserkraftwerke verbundenen Energievernichtungsbauwerken (Tosbecken) konzentriert umgewandelt, die Hochwasserspitzen können gebrochen werden. Durch die Turbinen wird Sauerstoff ins Gewässer eingebracht und damit die Selbstreinigungskraft des Gewässers erhöht. Die Flüsse werden durch die Rechenreinigungsanlagen der Wasserkraftwerke von Unrat und Wohlstandsmüll gesäubert. Wasserkraft bildet bei Ausfall von großräumigen Stromversorgungssystemen eine Notstromversorgung des Landes für Krankenhäuser, Schulen usw. Sie schützt als dezentrale Stromversorgung vor weitwirkenden Sabotageakten, welche bei zentralen Großkraftwerken eine Gefahr darstellen. Durch Übertragung der Gewässerunterhaltung im Einflußbereich der Wasserkraftwerke auf den Kraftwerksbetreiber wird der Steuerzahler entlastet. Wasserkraft ist als heimische Energiequelle importunabhängig. Sie steht als regenerative Energie auf unendliche Zeit zur Verfügung. Jedenfalls so lange noch, wie unsere Sonne -ein 4,5 Milliarden Jahre junger gelber Zwergstern - dem blauen Planet Erde Energie spendet. Dies ist nach Expertenschätzungen noch gut vier Milliarden Jahre in der heutigen Strahlungsstärke der Fall. Nur ein Kilowatt aus erneuerbaren Energien erzeugt in diesem Zeitraum rd. 32 Mrd. Kilowattstunden.

Reaktivierung, Modernisierung und Neubau von Wasserkraftwerken ist ein Gebot der Zeit

Der Mensch nutzt die treibende Kraft des Wassers bereits seit Jahrtausenden. Beispiele dafür sind Mühlen und Schöpfräder zur Bewässerung. Wo heute Strom für die umliegende Bevölkerung erzeugt wird, stand früher oft eine Hammermühle oder ein Sägewerk. Die Betriebsanlagen wurden im Laufe der Zeit mit ihren Mühlbächen zu wertvollen Bestandteilen unserer Kulturlandschaften.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden aufgrund einer falsch verstandenen Energiepolitik Wasserkraftanlagen sogar stillgelegt. Es ist zur verstärkten Erschließung notwendig, daß Tausende Wasserkraftwerke modernisiert werden.
                                        

Weiterhin sind Tausende flußbaulich notwendiger und bereits vorhandener Wehre heute energetisch ungenutzt. Um 1900 waren noch 70.000 vorwiegend kleine Wasserkraftwerke in Betrieb, heute sind es nur noch rund 10 Prozent davon. Der überwiegende Teil der stillgelegten Wasserkraftwerke wartet auf den Prinzenkuß zu ihrer Wiedererweckung. Ein wichtiger Meilenstein zur Erschließung der erneuerbaren Energien stellt die Erhaltung des Stromeinspeisungsgesetzes (StrEG) dar. Der große Erfolg des StrEG liegt darin, daß eine erhebliche Steigerung regenerativer Stromerzeugung erreicht wurde. Bei der Wasserkraft betrug diese allein von 1991 - 1995 gerechnet 40 Prozent.

 

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