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Sonne und Wind halten als Naturkräfte den ständigen Kreislauf des
Wassers in Gang. Wasserkraft ist daher Solarenergie. Aus der Kraft des
fließenden Wassers werden in Deutschland rund 22 Milliarden
Kilowattstunden sauberer Strom gewonnen. Weitere 11 Mrd. kWh könnten
unter Beachtung ökologischer Gesichtspunkte zusätzlich noch gewonnen
werden. Auf diese stets erneuerbare Energie als Schatz der Natur kann der
Mensch nicht verzichten.
Jahrhundertelange Erfahrungen ließen
die Wasserkraftanlagen zum Kraftwerkstyp mit höchstem Wirkungsgrad und
längster Nutzungsdauer werden. Der Erntefaktor, eine weitere Maßzahl
für die Wirtschaftlichkeit, gibt das Verhältnis der in vielen Jahren
erzeugten Energie zum Energieaufwand für den Bau und Betrieb an.
Wasserkraft hat mit einem Erntefaktor von rd. 60 den besten Energienutzen,
gefolgt von der Windkraft. Bei der Steinkohle und Kernenergie dagegen ist
im Verhältnis zum Energiegewinn ein hoher Einsatz erforderlich.
Im Energiemix der erneuerbaren Energien steht die Wasserkraft rund um die
Uhr zur Verfügung. Bei der Stromerzeugung mit Photovoltaik- und
Windkraftanlagen kann die Wasserkraft eine Art Energiespeicherung für
Ausfallzeiten stellen. Dies ist beispielsweise mittels Pumpspeicherwerken
oder durch Erzeugung von Wasserstoff möglich. Die Erzeugungskosten bei
Wasserkraftanlagen liegen bei rd. 17 - 40 Pfg/kWh.
Globale Umweltprobleme durch Anstieg
der Schadstoffe in der Atmosphäre erfordern rasches Handeln. Ein
wichtiger Ansatzpunkt, drohende Klimaveränderungen durch Eindämmung des
Schadstoffausstosses zu stoppen, ist die Steigerung der Energieerzeugung
aus Sonne, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse.
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