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Sind Angler und Freizeitfischer auch Tier- und Naturschützer ?
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"Berlin unter Wert verkauft - Fisch und Fang 12/2000"

Hier legt der Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes der deutschen Sportfischer in Berlin-Brandenburg klar, dass es "Spezialisten" unter den dortigen angelnden "Naturschützern" gibt, die in der Saison aus Havel und Spree - also in der Zeit der Aalwanderung - bis zu 500 Aale fangen.

Nun kann davon ausgegangen werden, dass es unter den Hunderttausenden der deutschen Organisierten "naturschützenden" Sportfischern abertausende von "Spezialisten" gibt, die, wie der Referent erläutert, in einer Saison bis zu 500 Aale fangen.

Gleichzeitig wird die Gefahr des drohenden Aussterbens des Aales an die Wand gemalt und man beschuldigt nach dem bewährten Motto haltet den Dieb, die Wasserkraftnutzung, weil in der Tat in einigen Großkraftwerken - nicht Kleinkraftwerken -, an wenigen Flüssen bedauerlicherweise aufgrund der dort bestehenden Rechenabstände von 100 mm und mehr eine Anzahl der durch die Turbinen abwandernden Aale verletzt oder auch getötet werden.

Selbstverständlich praktiziert nicht jeder Angler auf diese Weise negativen Tier- und Naturschutz, eine gewaltig große Anzahl der organisierten Angler sieht sich aber weiterhin privilegiert, dort, wo es viele Fische gibt - egal in welchem Winkel dieser Welt hemmungslos so viele Fische herauszufangen, wie er wegtragen kann und ihm an den Haken gehen.

Wo bleiben die Aufrufe und Mahnungen der Verbandsfunktionäre an ihre Mitglieder, die Grundsätze des Natur-, Arten- und Tierschutzes auch bei der Hakenwahl und beim sparsamen Fischeentnehmen zu beachten?

 

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